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DER LADEN (butikken)

gfx Der Laden wurde in 1843 gebaut. Das feste Inventar (Regale und der Ladentisch) Steht genau wie damals. Von 1843 bis 1848 gab es auch Postamt im Laden. Die Post wurde in die zwölf Regale auf der linken Seite des Eingangs gelegt.

Das hier ist ein altmodischer Kramladen, wo man "alles" kaufen konnte; für Haushalt, Tischlern, Fischerei, Ackerbau und so weiter. Viele von den Waren wurden unverpackt verkauft.

Viele von den Waren, die wir heute im Laden finden, sind aus verschiedenem Zeitraum, aber der größte Teil der Auswahl ist aus dem ersten Teil unseres Jahrhunderts. Unter den Waren gibt es auch einige typischen Krisenprodukte aus der Okkupationszeit (1940-1945). Es gibt zum Beispiel einige Schuhe, die aus Papier gemacht worden sind.

 

DIE ZAHNKLINIK (tannlegekontoret)

gfx Das Zahnartgerät hat Zahnarzt Kristian Midbøe gehört. Er fing in 1928 mit seiner Praxis in Skudeneshavn an, und der größte Teil des Inventars in diesem Zimmer ist aus dieser Zeit. Seine Klinik war in einem Haus, das jetzt abgebaut ist. Das Haus stand neben dem Laden "Mega" im Zentrum. Die Spezialität dieses Zahnarztes war Herstellung von Gebissen. Das Gerät, das an dieser Wand gezeigt ist, wurde zu diesem Zweck benutzt.

Der Bohrer, der zu der Klinik gehörte, ist elektrisch, und dieser Typ war in gebrauch bis zu den 1950er Jahren. Ehe der elektrische Bohrer kam, hatte man Pedalbohrer. In der Klinik steht auch so ein Bohrer, der von etwa 1900 stammt. Es konnte schmerzhaft sein, mit diesem Gerat behandelt zu werden. Der elektrische Bohrer war eine Bahnbrechende Erfindung, obwohl heute die meisten Leute den Bohrer primitiv finden.

 

DIE PRODUKTION DES NEBELHORNS (tåkelurproduksjon)

gfx In der Segelschiffzeit benutzte man Signalflagge, um anderen Schiffe zu signalisieren. Wenn es Nebel gab, müsste man statt der Flagge Lautsignale benutzen, zum Beispiel Ochsenhorn. Bei schlechtem Wetter war es schwierig die Lautsignale zu hören.

1881 meldete Ole Christian Hansen (1850 geboren) eine neue Erfindung als Patent an. Das war ein mechanisches Nebelhorn - später als "das Hansahorn" ("Hansaluren") bekannt. Das Nebelhorn funktioniert wie eine Orgel. Eine Kurbel steht in Verbindung mit zwei Luftbalgen. Diese Balgen pumpen Abwechselnd Luft in einen dritten Balg hinein, zu dem eine Feder gefestigt ist. Von diesem Balg strömt die Luft durch das Horn aus, und die Lautzunge macht einen Charakteristischen Laut (versuchen Sie bitte selbst!). Zusätzlich wurden großen Modellen produziert - sie waren bis 1,5 Meter hoch.

Es gab mehrere Handwerker in Skudeneshavn. Unter anderem der Schmied und der Kupferschmiede, nahmen an der Nebelhornproduktion teil. In der Nebelhornfabrik in Søragadå machten sie die Schreinerarbeiten, und sie setzten auch das Nebelhorn zusammen. In dieser Zeit arbeiteten 7-8 Männer hier, aber rechnet man die Zulieferanten mit, beschäftigte die Produktion am Meisten ungefähr 30 Personen.

Nachdem die norwegische Marine das Nebelhorn kaufte, wurde das Horn auch an anderen Ländern verkauft. Unter den Kunden waren Marine und Leuchtfeuerwesen in vielen Ländern. Das Nebelhorn wurde auch benutzt, Um Sandsturm und Feuer zu melden, und als Arbeitsignal für Arbeiter auf dem Feld.

O.C.Hansen erhielt viele Goldmedaillen für sein Nebelhorn. Als er 1917 die Geschäft verkaufte, hatte er 33 000 Nebelhörner produziert. Die Fabrik wurde Von anderen Besitzern getrieben bis 1960.

 

KUPFERSCHMIED / KLEMPNER (koppersmed/blikkenslager)

gfx Die Kupferschmiedwerksatt hat zu der Familie Ellingsen gehört. Rasmus Ellingsen (1857 geboren) fing 1887 als Kupferschmied an. Sein Sohn, Rangvald Otto Ellingsen (1884 geboren) übernahm 1910 die Werkstatt. Er arbeitete als Kupferschmied und Kempner bis 1954. Für die Nebelhornfabrik machten sie Hörner und Schallzungen, und sie reparierten auch gebrauchte Nebelhörner. Außerdem wurden viele verschiedene Gegenstände produziert, zum Beispiel Laternen, Dachrinnen, Zinkbutten, Schablonen und verschiedenes Kochgeschirr.

 

SCHMIED (SMED)

Das Werkzeug, das hier ausgestellt ist, ist von Per Midbøe geschenkt worden. Er arbeitete als Schmied in Skudeneshavn bis 1989. Seine Schmiede war im Keller im Wohnhaus in Søragadå 4. Sein Onkel, Georg Midbøe, fing dort in 1910 an.

In der Midbøe-Schmiede wurden eine Reihe Gebrauchsgegenstände hergestellt. Bauer und Fischer waren besonders gute Kunden. Die Schmiede produzierte unter anderem Kescher, Radbeschlage und Stative für Transport von Fassen. Für die Nebelhörner machten sie den Drehmechanismus.

 

SCHUHMACHER (skomaker)

gfx Alle kennen den Ausdruck: "Schuster, bleib bei deinem Leisten". Die Leisten sind die Formen, über denen der Schuhmacher die Schuhe anfertigten. Nachdem er die Füße des Kündens genau gemessen hatte, konnte er einen fertigen Leisten putzen, so dass er die richtige Form bekam. Mit der Maschine, die auf der rechten Seite der Tür steht, wurden die Sohlen angenaht. Diese Arbeit wurde früher bei Hand gemacht. In der Ecke steht eine Putzmaschine, die bei der Ausbesserung der Sohlen benutz wurde, und man hat auch das Leder damit geputzt.

Die großen Stiefel, die hier hängen, wurden bei der Fischerei benutzt. Sie wurden mit Gras ausgefuttert, und dadurch gegen Kälte isoliert. Die Werkstatt hat Fridtjof Nikolai Skogland aus Kopervik gehört.

 

SCHEREINER (snikkerverksted)

In der Schreinerwerkstatt gibt es unter anderem eine ganze Reihe von Spezialhobeln, mit denen der Schreiner die Profile der Leisten machte. Das Werkzeug hat zu den Brüdern Jakobsen gehört, die als Kirchenbauer bekannt waren. Sie haben zum Beispiel die Kirchen in Falnes, Kopervik und Nedstrand gebaut. Die Brüder arbeiteten als Baumeister in Skudeneshavn und Umgebung von etwa 1850 ab, und sie haben mehrere der Häuser im alten Teil der Stadt Skudeneshavn gebaut.

 

FASSBINDER WERKSTATT (bøkkerverksted)

gfx In den besten "Heringjahren", zwischen 1840 und 1870, wurden fast 40 000 Fässer mit Hering aus Skudeneshavn exportiert. Die Nachfrage nach Fässern war sehr groß, und der Fassbinderberuf war das gewöhnlichste Handwerk im Gebiet.

Der Fassbinder machte die Fassdauben aus Kiefernholz. Die Fassdauben mussten an der Mitte dicker sein. Erst wurde die Formgebung mit der Hand auf dem "Dauben Streicherbank" gemacht. Später bekam man eine "Dauben Streicherscheibe", an dem die Messer am Rad dafür sorgten, das alle Dauben dieselbe Form bekamen.

Wenn man die Fässer montieren sollte, wurden die Dauben in "Arbeitsband" gesetzt. Am Boden standen die Dauben gesammelt, und oben waren sie gespreizt. Es war wichtig, vorsichtig zu sein, so dass alles nicht auseinander fiel. Danach musste man die Fässer aufwärmen. Dazu wurde ein so genanntes "Feuereisen", (ein Korb aus Eisen, der mit Span gefüllt war), benutzt. Das verhinderte, dass die Dauben brachen, wenn man sie sammelten um die Fassreifen oben zu befestigen.

Danach wurde das Fass in einer Maschine gesetzt, wo die Kanten geebnet wurden und die Spur für den Boden gemacht wurde. In der Bodenmaschine wurde der Boden so geformt, dass er die Spur anpasste. Als der Boden eingesetzt war, konnte man statt des Arbeitsbandes die Fassreifen direkt am Fass umher befestigen.

Nachdem das Fass geputzt und gehobelt war, wurden auch die Profilbänder zur Mitte der Tonne befestigt. Die Fassreifen wurden früher aus Holz gemacht (Salweide und Haselholz), aber nach und nach nahm man Eisen in Gebrauch.

 

EINE REISE MIT DER SCHONERBRIGG «HANS OLSEN» IN JAHRE 1877 (en reise med skonnertbrigg «Hans Olsen» i 1877)

gfx Eines der vielen Frachtschiffen aus Skudeneshavn hieß «Hans Olsen». Es wurde 1873 in Imsland, Vindafjord, im Auftrag der Reederei S.Waage gebaut, und wurde nach einem Verstorbenen Reeder aus Skudeneshavn genannt. Der Schonerbrigg «Hans Olsen» segelte nach verschiedenen Ländern; erst in Europa, später auch im ferneren Fahrwasser. 1894 wurde das Schiff nach Stavanger verkauft. 1905 sank das Schiff bei der Insel Bokn östlich von Karmøy. Das Wrack liegt noch da.

Im Mai hat «Hans Olsen» eine Reise angefangen, die zwischen mehreren wichtigen europäischen Häfen ging. (Die Karte zeigt die Route).

Von Skudeneshavn ging das Schiff aus nach Pernau an der Ostsee mit Hering. Von dort aus ging es weiter nach Schiedam, Arkhangelsk und Cette. Anfang Januar nächsten Jahrs kehrte das Schiff mit Salz nach Skudeneshavn zurück. Die Waren, die das Schiff zwischen den verschiedenen Städten mitbrachte, erzählt etwas von dem Tauschhandel, der zwischen den europäischen Ländern vorging.

Die Mannschaft des Schiffes bestand aus 8 Personen, Kapitän Midbøe mitgerechnet.

 

DAS LEBEN AUF DER SEE (livet til sjøs)

gfx Die Größe der Mannschaft hing mit der Größe des Schiffes zusammen. Auf den mittleren Fahrzeugen gab es normalerweise 8-10 Personen.

Die Puppe ist wie ein Schiffsjunge angezogen. Er hat einen Schiffsack mit seiner Hängematte und Bettwäsche. Die Mannschaft wohnte vor der Mast; in einer Hütte. Dort schliefen die Mannschaft in Kojen, zwei in der Höhe. Der älteste durfte als erster wählen, wo er schlafen wollte.

Vor den Kojen standen die Seemannskisten, wo die Seemänner alles hatten, was sie für eine lange Reise zur See brauchten. Im großen Fach lagen die Kleider, und oft Gesangbuch, Bibel oder Andachtsbuch, wie hier. Wertsachen und persönliches Hab und Gut wurden im kleinen Fach - die Nebenlade - aufbewahrt. Die Seemänner könnten auch auf den Kisten sitzen, wenn sie aßen. Ein älterer Seemann konnte dazu einen eigenen Hocker bekommen.

Die Photos zeigen die Mannschaft auf den folgenden Schiffen (von links nach rechts):

  • "Argo" aus Haugesund
  • Die Schaluppe "Young Joe" aus Skudeneshavn (1903)
  • Die Bark "Levant" aus Skudeneshavn (1897)
  • Die Bark "Elisa" auf Skudeneshavn (1895)
  • "Certo" aus Haugesund
  • Die Schaluppe "Håstein" aus Skudeneshavn (etwa 1913-1915)
  • Die Bark "Allegro" aus Skudeneshavn (1893)

 

DIE FREIWACHE (frivakt)

Obwohl der Arbeitstag hart und lang war, hatten die Seemänner ein wenig Freizeit. Einige hatten Musikinstrumente, auf denen sie spielten. Es war auch gewöhnlich, Schiffsmodelle und Buttelschiffe zu bauen. Diejenigen, die hier ausgestellt sind, sind von Halvor Halvorsen aus Visnes (Nord-Karmøy) gemacht. Andere machten Bildrahmen aus kleinen Holzstücken, die zusammengesetzt wurden. Die zwei Rahmen hier sind aus Zigarrenkisten und Schnupftabaksdosen gemacht.

 

DIE SCHIFFAHRTSTADT SKUDENESHAVN (sjøfartsbyen Skudeneshavn)

Die große Heringfischerei von 1808 bis 1869 hat die Grundlage der Stadt Skudeneshavn geschaffen. Mit der Heringfischerei kam auch ein bedeutender Export von Hering. Am meisten (1869) gab es hier 75 Schiffe, die in Auslandsfahrt segelten. Der Verkehr auf der Ostsee war besonders wichtig.

 

VON KARMØY NACH AMERIKA (fra Karmøy til Amerika)

gfx Von den 1870er Jahren ab versagte die Heringfischerei, und zur gleichen Zeit hatten die Segelschiffsflotte Probleme, weil die Dampfmaschine in gebrauch kam. Die schlechten Zeiten zwangen viele Leute aus Karmøy dazu, ihre Heimatorte zu verlassen. Die meisten von ihnen fuhren nach Amerika. In den Jahren zwischen 1880 und 1915, wanderten insgesamt 5731 Personen aus Karmøy aus. Das machte ein Viertel der Bevölkerung aus.

Oft ist der Hausherr in der Familie vorausgefahren, und später, wenn er sich etabliert hatte, kamen die Frau und die Kinder danach. Unsere Puppe in Reiseanzug wartet auf das Dampfschiff von Scandinavian-Amerika Line, die sie von Kristiansand nach New York bringen wird. Zu einem besseren Leben?

Die Photos an der Hinterwand

Oben: Die Leute aus Karmøy, die in Amerika wohnten, hatten ihren eigenen Einwandererverein, die jährlichen Zusammenkünfte arrangierte. Die zwei Photos ganz oben sind bei solchen Anlassen genommen; in Willmar, Minnesota (man weiß nicht, welches Jahr) und in Canton, South Dakota (1913). Das große Bild ist auch von Willmar (1915). Dort waren Einwanderervereine aus dem ganzen Kreis Rogaland gesammelt.

Unten: Diejenigen, die auf der Prärie in Dakota als Farmer arbeiteten, wohnten oft in Häuser, die aus kräftiger Torferde gemacht waren. Die Wände bestanden aus zwei Schichten mit Torf, so dass sie fast einen Meter dick wurden. Später fingen die Neubauern damit an, statt Häuser aus Torf, Aufrechtstehende Holzwerkhäuser zu bauen. An der Wand gibt es auch ein Bild von einem typischen Betriebsgebäude. Das vierte Photo zeigt die Arbeit auf dem Feld.

 

DER SAAL (salen)

gfx Wir sind jetzt vom Seitenbau zu dem Hauptflügel des Mælandsgården gegangen. In diesem Teil des Hauses wohnte bis etwa 1960 die Verkäuferfamilie Christensen-Mæland, und die verschiedenen Zimmer sind so eingerichtet, wie sie aussahen, als die Leute hier wohnten.

Der Teil des Hauses, in dem dieses Schlafzimmer liegt, wurde 1843 gebaut. Die jetzige Einrichtung ist aus den zwanziger Jahren. Die Textilien sind spät in dem 19.Jahrhundert gemacht. Auf dem Bett eine gehechelte Bettdecke, ein Nachthemd und einen Beutel, in dem man am Tag das Nachthemd aufbewahrte. In der Wiege liegt ein Lätzchen, die man beim stillen verwandte.

Bevor man im Haus fließendes Wasser bekam, waren die Waschschüssel und die Gießkanne im Schlafzimmer nötig.

Neben der Eingangstür steht einen Stockwerkofen aus Eisen, der in Norwegen hergestellt worden ist. Für jeden Stock gibt es eine Kochplatte.

Die Tapeten in diesem Zimmer sind original, und sie sind mit Hilfe einer Schablone handgearbeitet, nicht bedruckt, wie die Tapetenkopien in den anderen Zimmern.

 

DAS SPIELZIMMER (lekerommet)

gfx Eine Sammlung von Spielzeug, Schulgeräte, Spiele und Kinderbucher. Die Puppe mit Seidenkleid ist aus Porzellan gemacht, ungefähr 1860. Sie ist mechanisch, und wenn sie aufgezogen wird, kann sie gehen.

Auf der Schulbank gibt es Pennal aus Holz, Tintenfass, und Tafel mit Griffel. An den Wänden hängen Bilder, die die verschiedene Monate illustrieren.

 

DAS BRAUNE ZIMMER (det brune kammerset)

gfx Ein kleines Schlafzimmer, in dem die Diener gewohnt haben. Um das Bett aufzuwärmen, benutzte man eine Wärmeflasche.

Wir sind jetzt in dem ältesten Teil, der 1818 gebaut wurde. Beachten Sie, wie der Boden in diesem Zimmer schrägt!

 

DAS BLAUE ZIMMER (det blå kammerset)

gfx Dieses Zimmer ist das älteste Schlafzimmer in dem ursprünglichen Teil des Hauses. Mehrere feinere Kleider und Schmucksachen sind hier ausgestellt, wie die weißen Hochzeitschuhe aus Seide, und die Handschuhe auf dem Tisch. In der Ecke hängt ein Mameluck, (Unterhose für die Frau), die hinten geöffnet wurde.

Ein Teil der persönlichen Sachen des Mannes ist auf der Kommode ausgestellt: Rasiermesser mit Schleifreimen und eine Schachtel Stehkragen.

Neben dem Ofen steht ein Kasten, in dem man Torf aufbewahrte. Auf Karmøy war Torf der wichtigste Brennstoff, weil es hier keine Bäume gab.

 

DIE TREPPE UND DAS DIENSTMÄDCHENZIMMER (trappegangen og pikeværelset)

gfx Eine große Mangel steht neben der Treppe. Die Wäsche wurde um den Stocken herum gerollt, und die Stocke wurden unter den Wagen gelegt, der hin und zurückgeschoben wurde. Die Steine gaben den Wagen genug Gewicht. Wenn es im Haus kleine Kinder gab, konnte man sie in den Wagen anbringen. Dann hatten die Kinder eine lustige Fahrt, und zur gleichen Zeit machten sie nützliche Arbeit.

Im Wagen gibt es auch ein Mangelholz. Das ist das älteste Gerät womit man die Wäsche mangelte. Eine neuere Mangel, die durch eine Kurbel getrieben wurde, steht in der Ecke.

Das Dienstmädchenzimmer ist das kleinste Zimmer in diesem Haus. Die feste Einrichtung ist wie in 1818, als das Haus gebaut wurde. Das Dienstmädchen hatte nicht viel Platz, aber sie hatte auch nicht viel Freizeit. Es war etwas besonders, ein eigenes Zimmer zu haben. In vielen Häusern musste das Dienstmädchen auf einer Bank in der Küche schlafen.

 

DAS SPEISEZIMMER (spisestua)

gfx Die Möbel in diesem Zimmer sind von etwa 1915. Die Einrichtung hat Familie Elnora und Håkon Syre gehört, wie das Photo zeigt. Die Gegenstände sind ein Geschenk von ihrem Sohn, Sverre W. Syre, und wurden 1990 nach Mælandsgården gebracht.

Der Schaukelstuhl in der Ecke kommt aus Amerika. Solche Stühle waren sehr populär unter dem norwegischen Einwandern in den USA. Im Zimmer gibt es auch ein großes Grammophon mit Lautsprecher. Das Modell ist aus etwa 1920.

Der Schiffsmodell (von Håkon Syre gebaut) war Spielzeug für seine Kinder. Das Segel ist von Rolf Høines gemacht.

Es gibt viele Nippsachen im Zimmer, und auch Service. Viele Schmuckgegenstände zu haben, ist für den Anfang des 20. Jahrhundert ganz charakteristisch.

 

DIE KÜCHE (kjøkkenet)

Als das Haus neu war, machte man das Essen über offenem Feuer in dem Feuerherd. Später bekam man Herd für Holz oder Torf. Noch später hatte man auch Kochgeräte und Spirituskocher. 1921 kam der Strom zu Skudeneshavn, und gleichzeitig kam der erste Elektroherd.

gfx Die Wände der Küche sind mit Farben bestrichen, die die Fliegen abscheuten. Früher enthielt diese Farben ein Giftstoff, das den Fliegen nicht gefiel.

Die Leisten in der Decke haben Schnitzereien in früh-klassizistischen Stil. Sie sind von 1818, als das Haus gebaut wurde.

 

DIE BESTE STUBE (beste stua)

gfx Einige Teile der Einrichtung, die in diesem Wohnraum ausgestellt sind, sind von den Brüdern Hans, Ole und Didrik Didriksen, aus dem Hof Dale in Skudeneshavn, hergestellt. Diese Brüder arbeiteten als Möbelschreiner und Uhrmacher in dem ersten Teil des 19. Jahrhunderts. Die Uhr, die auf dem Fußboden steht, ist auch von ihnen gemacht. Während des Napoleonkrieges (1807-1814) war der jüngste von den Brüdern, Didrik, in Gefängnis in England. Dort hat er gelernt, wie man Uhren macht.

Im Zimmer gibt es auch eine Reihe von Gegenständen, die in der Segelschiffzeit im Ausland eingekauft wurden. Die Kroneleuchter kommen wahrscheinlich aus Süd-Europa, und das Silberzeug auf dem Esstisch ist in Riga, Lettland, gekauft. Der Punschterrine neben der Küchentür kommt auch aus Riga.

Der Ofen hatte früher seinen Platz in der alten Kirche auf Alveberg, Falnes. Sie wurde in 1720 gebaut, und wurde 1851 wieder abgebaut. Das Inventar, unter anderem diesen Ofen, kam zur Versteigerung. Der Ofen war Privateigentum, bis er das Museum verschenkt wurde.

 

 

Museet i Mælandsgården, v/ Skudenes Historielag, N-4280 SKUDENESHAVN. Tlf. +47 52 84 54 60
Web: Tor Magne Johannessen, 20(C)04.

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